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von Nicole Brunella, Etzgen

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Schlichtungsverhandlung
Bevor Sie eine zivilrechtliche Forderung gerichtlich einklagen können, müssen Sie in der Regel, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, ein Schlichtungsverfahren durchlaufen. Dabei ist die zuständige Schlichtungsbehörde am Wohnsitz der beklagten Person oder am Sitz des beklagten Unternehmens. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wie bspw. bei Streitigkeiten betreffend Konsumentenverträge, wo die Behörde am Wohnsitz des Konsumenten zuständig ist, oder bei Erbstreitigkeit, wo die Behörde am letzten Wohnsitz der verstorbenen Person zuständig ist. Wenn gesetzlich keine besonderen Schlichtungsbehörden vorgesehen sind, ist die Friedensrichterin bzw. der Friedensrichter zuständig.

Der Grundsatz «Erst schlichten, dann richten» geht also einer gerichtlichen Auseinandersetzung voraus, weshalb es kein freiwilliger Aussöhnungsversuch ist. Die Ausnahmen sind gesetzlich geregelt. Wenn der Streitwert mindestens Fr. 100 000.00 beträgt, können die Parteien auf ein Schlichtungsverfahren gemeinsam verzichten.

Um was geht es aber bei der Schlichtungsverhandlung? Die Verhandlung vor der Schlichtungsbehörde dient der formlosen Diskussion des Streitgegenstandes. Die Aussagen der Parteien werden nicht protokolliert. Ziel ist es, im Rahmen der Schlichtung jene Personen an den Tisch zu bringen, die auch tatsächlich entscheiden können. Folglich sind die Parteien grundsätzlich verpflichtet, an der Schlichtungsverhandlung persönlich teilzunehmen. Erscheint die klagende Partei trotz entsprechender Verpflichtung unentschuldigt nicht persönlich, gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen. Nicht persönlich erscheinen müssen die Parteien mit ausserkantonalem oder ausländischem Wohnsitz, bei Verhinderung infolge Krankheit, Alter oder anderen wichtigen Gründen und als Arbeitgeber, Vermieter oder Versicherer, wenn ein Angestellter bzw. die Liegenschaftenverwaltung delegiert und ermächtigt wird, einen Vergleich abzuschliessen.
Die Schlichtungsbehörde versucht die Parteien zu versöhnen.

Wenn eine Versöhnung scheitert, wird der klagenden Partei die Klagebewilligung ausgestellt. Diese berechtigt zur Einreichung einer gerichtlichen Klage innert einer Frist von drei Monaten. Anstatt der Klagebewilligung kann die Schlichtungsstelle bis zu einem Streitwert von Fr. 2000.00 auf Antrag der klagenden Partei einen kostenpflichtigen Entscheid fällen oder den Parteien bis zu einem Streitwert von Fr. 5000 einen Urteilsvorschlag unterbreiten. Bei Ablehnung des Entscheids fällt der Urteilsvorschlag dahin und der klagenden Partei wird im Nachgang die Klagebewilligung zugestellt. Zu erwähnen bleibt, dass das Bundesgericht in einem jüngsten Entschied betreffend Erscheinungspflicht der klagenden Partei festhielt, dass die Schlichtungsbehörde am bereits festgesetzten Termin festzuhalten und die Parteien allenfalls erneut auf die Erscheinungspflicht aufmerksam zu machen hat, auch wenn die beklagte Partei vorab erklärt, an der einberufenen Schlichtungsverhandlung nicht teilnehmen zu wollen. Eine Dispensation der klagenden Partei dürfe daraufhin nicht erfolgen, diese muss trotzdem an der Verhandlung teilnehmen, wenn auch einzig, um die Klagebewilligung abzuholen, ansonsten das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen gilt und das Verfahren abgeschrieben wird.

Auch wenn eine Schlichtungsverhandlung relativ formlos abläuft und den Parteien in diesem Zusammenhang keine Anwaltskosten ersetzt werden, so empfehle ich Ihnen dennoch, sich juristisch beraten zu lassen, insbesondere da die Anträge, die in die Klagebewilligung aufgenommen werden und für das weiterführende gerichtliche Verfahren bestimmend sind, korrekt formuliert sein müssen.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an: Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Gibt es noch günstige Aktien?
Mit kleineren Unterbrüchen geht es seit der Finanzkrise im 2008 an den Aktienmärkten aufwärts und aufwärts. Gibt es in einem solchen Umfeld noch «Schnäppchen»? Jein! Neben ein paar dritt- und viertklassigen Aktien, welche mehr Spekulationscharakter haben und kaum empfohlen werden können, gibt es kaum mehr wirklich günstig bewertete Aktien. Günstig allein ist auch kein Qualitätsmerkmal und in solchen Börsenphasen muss man solche Titel sehr kritisch hinterfragen. Aktuell scheinen Schweizer Banken recht vernünftig bewertet zu sein. Leider hat der Bonusexzess immer noch kein Ende gefunden und auch die Bussenflut konnte (noch) nicht nachhaltig gestoppt werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei klaren und ehrlichen Signalen der Banken ein Umdenken bei den Anlegern möglich ist. Der Vertrauensverlust wiegt aber immer noch schwer. Aus meiner Sicht relativ vernünftig bewertet sind Goldminen- und Oelaktien. Die höheren Goldpreise sollten sich in den Gewinnen der Goldförderer mittelfristig bemerkbar machen. Auch viele Ölaktien sind wegen des Preiseinbruches von Rohöl unter Druck. Auch wenn vieles in der Energiepolitik in eine andere Richtung läuft: die Welt wird in den nächsten 30 bis 40 Jahre weiterhin stark von Erdöl abhängig bleiben und die Ölpreise langfristig kaum massiv fallen.

Überseefrachtpreise implodieren
Seit ein paar Wochen sinken die Überseefrachtpreise stark. Hier spielt der Corona-Virus kurzfristig eine grössere Rolle. Wird nicht produziert, wird auch viel weniger geliefert respektive es braucht weniger Transporte. Da die Transportkapazitäten in den letzten 15 Jahren aber massiv ausgebaut wurden, schlägt das dramatisch auf den Preis. Der viel beachtete Baltic Dry Index, welcher Frachtpreise misst, hat im noch jungen Jahr 2020 schon rund 60 % verloren. Ich möchte das nicht überbewerten. Trotzdem bin ich überzeugt, dass dieser eingeschränkte Handel Spuren in mancher Firmenerfolgsrechnung hinterlassen wird. Diese Spuren werden kaum positiv sein. Die Aktienmärkte schauen hier schon wieder darüber hinweg und machen weiter, als ob alles keine Rolle spielt. Solche Reaktionen zeigen einen starken Bullenmarkt. Zu grosse Euphorie ist der Anfang vom Ende. Aber Übertreibungen führen lange zu noch grösseren Übertreibungen…

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen unter 062 871 66 96 an.

 von Werner Meier, Zeiningen

von Anette Hauser, Möhlin

Von Markus Trottmann, Rheinfelden

Von Peter Daniel, Laufenburg

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeber Gicht – Vorbeugung und Behandlung
Im letzten Ratgeber haben wir Möglichkeiten zur Behandlung eines Gichtanfalls vorgestellt. Nochmals: jede Therapie wird individuell vom Arzt festgelegt!
Jetzt gehen wir vor allem auf die Vorbeugung und die ernährungsspezifischen Möglichkeiten der Behandlung der Gicht ein.

Vorbeugung:
Sie besteht in einem gesunden Lebensstil. Jeder kennt ihn: genügend frische, saisongerechte Mahlzeiten, ein im Normbereich liegendes Gewicht und tägliche freudebereitende Bewegung.

Präventive Massnahmen und Therapiemöglichkeiten:
Das Problem sind die erhöhten Werte der Harnsäure im Blut (im Fachausdruck Hyper­urikämie). Sie müssen auf einen für das Individuum erträglichen Wert gesenkt werden. Medikamentös geschieht das mit verschiedenen Wirkstoffen. Die einen reduzieren die Bildung von Harnsäure (Wirkstoffe: Allopurinol und Febuxostat) und die anderen erhöhen deren Ausscheidung (Wirkstoff: Probenecid). Da bei der Entstehung bzw. dem Auftreten der Erkrankung viele Faktoren eine Rolle spielen und besonders die Ernährung wichtig ist, gehen wir jetzt vertieft darauf ein. Jede Therapie benötigt eine Änderung des Ess- und Trink-Verhaltens. Sie ist ein Schwerpunkt der Therapie!
– Ein vorhandenes Übergewicht muss primär angegangen werden. Dies ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Wir essen zu viel und zu «gut»!
– Eine ausreichende Trinkmenge muss ebenfalls erreicht werden. Das heisst, es müssen täglich mindestens 2 Liter (bis 3 Liter) ungesüsste alkoholfreie Getränke konsumiert werden. Ungesüsst: keine fruchtzuckerhaltigen Limonaden! Eine hohe Zufuhr von Fruchtzucker kann offenbar die Harnsäurekonzentration im Blut erhöhen! Dabei ist Cola scheinbar noch schlimmer als andere Limonaden. Alkoholfrei: insbesondere Bier und Spirituosen sollten möglichst weggelassen werden. Alkohol erhöht die körpereigene Produktion von Harnstoff und hemmt gleichzeitig die Ausscheidung! Und Bier (auch alkoholfreies!) enthält zusätzlich Purine (ein Baustoff der Harnsäure) und ist daher als Ersatz nicht geeignet. Kaffee hingegen scheint einen positiven Einfluss auf die Harnsäurewerte zu haben. (Das andere koffein- = teein-haltige Getränk wie Tee scheinbar leider nicht).
– Purinreiche Lebensmittel sollten vermindert konsumiert werden: Fleisch- und Wurstwaren aller Art; Innereien; die Haut von Geflügel und auch von Fisch!; Schweinefleisch; Fleischextrakte; Fertigsaucen- und Suppen; Hefepasten; Krustentiere (und wenige Gemüse wie Schwarzwurzel, Spinat und Kohlarten).
– Allgemein sollte die Kalorienaufnahme reduziert werden, insbesondere die Kohlenhydratmenge.
Tja, was soll man dann essen?
– Gemüse, die oben erwähnten eben ein wenig weniger!
– Vermehrt Milchprodukte: Sie regen die Ausscheidung von Harnsäure an. Dieser Effekt wird auf die Milchproteine Kasein und Laktalbumin zurückgeführt. Bitte aber eher fettarme Lebensmittel bevorzugen.
– Nachdem Fleisch und auch Fisch (!) eher vermindert konsumiert werden sollten, werden pflanzliche Eiweissquellen wichtig! Eine gute Kombination steigert die Verwertbarkeit der Eiweisse für den Körper: Beispielsweise Ei (natürlich tierisch) in Kombination mit Kartoffeln in einem Gratin oder Milch mit Getreide in einem Birchermüsli. Die früher verpönten pflanzlichen Purinquellen wie Hülsenfrüchte scheinen keinen Einfluss auf die Entstehung von Gicht zu haben und müssen daher nicht mehr eingeschränkt werden.
– Puringehalt verschiedener Lebensmittel (in mg Harnsäure/100g; die Mengen sind ausschlaggebend!): Fleischextrakt 3300 mg; Innereinen 250 – 550 mg; Thunfisch 257 mg; Sardellen 239 mg; Kalb-/ Schweine­fleisch 100 – 150 mg; Kalbsbratwurst 91 mg; Eier 5 mg; Mich/Milchprodukte 0 / 0–30 mg; Obst/Gemüse 10–30 mg.
Merken:
– Allfälliges Übergewicht gemächlich reduzieren max. ½ kg/ Woche
– Kein Fasten (kann den Körper mit Purinen überschwemmen und einen Gichtanfall auslösen)
– Täglich mindestens 2 Liter ungesüsste Getränke trinken
– Alkoholhaltige Getränke (insbesondere Bier (auch alkoholfreies) und Spirituosen meiden
– Konsum von Fleisch, Geflügel, Innereinen, Fisch und Meeresfrüchte einschränken
– Vegetarische Tage einschalten
– Milchprodukte in den täglichen Speiseplan einbauen, fettarme Varianten bevorzugen
– Bei einem Verdacht auf einen akuten Gichtanfall viel Wasser trinken und den Arzt aufsuchen!

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Von Dimitrios Papadopoulos, Präsident SVP Rheinfelden

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