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Zur Lage im Nahen Osten (Leserbrief)

Von Samuel Plüss, Rheinfelden

Ich bin «fundamentaler» Christ. Das bedeutet, dass ich der Bibel glaube und dem, was darin geschrieben ist. Darum habe ich mir eine Meinung zum Nahost-Zustand gebildet, die von den Meinungen vieler «Nahost-Kenner» und der Politiker in aller Welt abweicht. Eine ähnliche Meinung wie ich haben tausende von Christen in aller Welt und darum unterstützen wir das «zionistische Regime», wie der Iran Israel nennt.
Vor ca. 4000 Jahren wurde Abraham Vater von 2 Söhnen. Zuerst kam Ishmael, der Sohn der Magd von Abraham namens Hagar, und dann kam Isaak, der Sohn von Abrahams Frau, Sara, auf die Welt. Aus der Linie Ishmael entstanden die Araber und aus Isaak die Israeliten. Darum sagt man heute noch, Juden und Araber seien Cousins.
Juden folgten den Anweisungen Gottes und wurden, wie verheissen, ein grosses Volk. Araber (auch ein grosses Volk) machten sich eine eigene Religion (abgeleitet von den Juden) und folgten nicht den Anweisungen Gottes, sondern den Anweisungen Mohammeds.
Gott gab den Israeliten ein Land und liess sie darin wohnen. Die Araber hatten viele Länder und lebten auch gut. Dann kam im 7. Jahrhundert ein Prophet Namens Mohammed und begründete die islamische Religion. In deren heiligen Buch, dem Koran, stand, dass alles Land, das dem Islam einmal gehörte, immer islamisches Land sein wird. Als im 16. Jahrhundert die Osmanen Israel eroberten (das damals Palästina hiess) war es also islamisch und sollte nach koranischer Ideologie nie mehr anders als islamisch sein. Die Bibel sagt jedoch, dass am «Ende der Zeiten» Israel wieder in «sein» Land zurückgeführt werde und das geschah vor unseren Augen im 20. Jahrhundert.
Nun ist aber der Staat Israel in den Augen der Muslime ein Teil von unaufgebbarem muslimischen Land, darum nennen es die «Palästinenser» (arabisch: Filistins, also Philister) «besetztes Land». Die Israelis sind davon überzeugt, dass es ihr Land ist, nicht nur weil Gott es Ihnen gegeben hat, sondern auch, weil die UNO es Ihnen im Jahr 1947 völkerrechtlich bindend zugesagt hat. So sind beide Völker, die Philister und die Israeliten, überzeugt, dass es ihr Land ist. Und dies ist der Grund, warum beide darum kämpfen. Und aus je ihrer Sicht haben beide Recht.
Menschen können dieses Dilemma niemals lösen. Im Islam ist eine Lüge, die dem Islam dient, erlaubt, und deshalb wird in diesem Konflikt oft nicht die Wahrheit gesagt.