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«Zur Lage im Nahen Osten» – Gedanken zum Leserbrief von Samuel Plüss

Von Andreas Burckhardt, Möhlin

Wenn ich diesen Leserbrief sehe, stelle ich mir automatisch vor, dass der «Führer» der Putin-Kirche (offiziell: Russisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchates) mit den genau gleichen Argumenten den Krieg Russlands rechtfertigen würde gegen die – in seinen Augen – «ur-russischen» Ukraine, die er wohl am liebsten wieder in «Kleinrussland» umbenennen würde wie zur Zarenzeit) .
Und das chinesische Regime würde ebenfalls mit den gleichen Worten seine Ansprüche auf Tibet und auf Taiwan mit irgendwelchen abstrusen historischen «Rechten» begründen.
Wir Alemannen in der Schweiz sollen ja irgendwann aus dem hohen Norden in das Gebiet der heutigen Schweiz eingewandert sein (so haben wir es jedenfalls in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren in der Primarschule gelernt). – Also müssten wir jetzt auch wieder dorthin «abhauen» wie die Palästinenser, wenn es nach dem Willen der rechtsextremen Parteien von Israel ginge, mit deren Hilfe sich Netanjahu ja allein überhaupt an der Macht halten kann. – Millionen Israeli hätten ihn ja schon lange «zum Teufel gejagt» wie vor mehr als zehn Jahren die Ukrainer ihren Despoten Janukovic.
So lange Netanajahu an der Macht ist, wird es nie Frieden geben im Nahen Osten.
Nachtrag: Ich bin übrigens alles andere als ein Antisemit, schon wegen meines jüdischen Grossvaters, und es war mir auch sehr wichtig, die Gedenkstätten des unermesslichen jüdischen Leidens in Bergen-Belsen, in Theresienstadt und in Auschwitz zu besuchen.