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Zur Fusion von Wölflinswil und Oberhof (Leserbrief)

Von Gebi Maier, Wölflinswil

Emotionen, kurzfristiges Denken und Schönmalerei prägen die Aussagen der Befürworter. Es werden keine nachvollziehbaren Argumente genannt, die für ein Ja sprechen. Hingegen werden die von Gemeinderat Wölflinswil dargelegten Fakten, die die Ablehnung zur Fusion ganz klar begründen, totgeschwiegen – oder wie im verteilten Flugblatt bestritten und ins Gegenteil verkehrt. Es wird beim Stimmvolk das schlechte Gewissen heraufbeschworen: Sollte der Zusammenschluss abgelehnt werden, schade das der gutnachbarschaftlichen Beziehung mit Oberhof enorm. Dies war beim Nein im 2001 schon nicht der Fall.
«Wieder einmal Kampfwahlen», der geäusserte Wunsch. Nur um die Gedächtnislücken der Befürworter zu schliessen: 2017 gab es in Wölflinswil sieben Kandidaten für fünf Sitze, 2020 drei für einen Sitz und 2021 waren es sechs für fünf Sitze. Dass eine Fusion keinen Ansturm auf Behördenämter bedeutet, zeigt sich am Beispiel der Fusionsgemeinde Mettauertal. Bei den Gesamterneuerungswahlen 2013, 2017 und 2021 gab es nur so viele Kandidierende, wie Sitze zu vergeben waren.
Erfreulich jedoch die abschliessende Erkenntnis des Ja-Komitees, dass der Fusionsbeitrag des Kantons keinen nachhaltigen finanziellen Effekt hat. Immerhin das! Wenn also Geldgier, Emotionen und Kampfwahlen der Hauptgrund für ein Ja sein sollen, dann «gute Nacht» neue Gemeinde. Darum am 9. Juni ein starkes Nein zur Fusion. Für ein eigenständiges und selbstbestimmendes Wölflinswil.