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Es wird heftig zugepackt beim Spiel des TV Möhlin gegen SG GC Amicitia / HC Küsnacht.
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Dramatische Schlussphase vereitelt zwei Punkte

NLB: TV Möhlin – SG GC Amicitia / HC Küsnacht 31:32 
(cst) Der 31. Treffer durch Xavier Franceschi 16 Sekunden vor Schluss hätte zumindest noch den Ausgleich für den TV Möhlin bedeutet. Sekunden später erfolgte das Timeout der Zürcher, ihre Aktion mit herausgeholtem und verwandeltem Siebenmeter und damit der 31:32-Endstand.

Übers Ganze gesehen hat sich die junge SG GC Amicitia/ HC Küsnacht den Sieg verdient. Mit ihrer temporeichen Spielweise, ihrer Defensivhärte und dem subtilen Balanceakt zwischen Legalität und Foulspiel haben sie die Möhliner NLB-Handballer oft in Bedrängnis gebracht. Andererseits haben sich die Jungs von Zoltan Majeri vor heimischer Kulisse auch bemüht und gekämpft, aber sich teilweise in Einzelaktionen verloren und am Ende doch ein paar Chancen zu viel liegengelassen.

Holprige Startphase

Der Start in die erste Halbzeit gelang beiden Teams nicht optimal, die Gäste gingen aber zunächst in Führung. Vorne liessen die Möhliner zu viel liegen, scheiterten an Torhüter Lars Niedermann oder leisteten sich fehlerhafte Zuspiele (4:5, 10.). Auf der Gästeseite offenbarten sich Entschlossenheit, Tempospiel und eine beachtliche Wurfqualität. Möhlins Torhüter Robin Santeler war nicht zu beneiden, er musste oft hinter sich greifen. Bis auf maximal drei Tore Differenz enteilten die Gäste (13.). Zuvor hatte Sadok Ben Romdhane einen tollen Rückhand-Ball im Netz versenkt, und Jan Waldmeier erzielte den Anschlusstreffer zum 6:7 (12.). Nach einem späteren Timeout kamen die Möhliner erneut nicht wunschgemäss zurück, blieben aber in Schlagdistanz und zauberten dann doch, mit der Brechstange, in der 27. Minute den Ausgleich auf die Anzeigetafel. Sekunden später musste Lucas Grandi auf die Bank, und Robin Santeler blieb Sieger im Siebenmeterduell gegen Valentin Baer. Und es kam noch besser, die Zürcher mussten doppelt reduziert aufspielen. Aber die gute Ausgangslage verstrich ungenutzt, das nächste Tor und zugleich das letzte vor der Pause erzielte Louis Beeli für GC zum 15:16-Pausenstand.

Halbzeit zwei begann mit einem sehenswerten Waldmeier-Flügeltor: Ausgleich! Und Neuzugang Ardin Berisha verwandelte auch den folgenden Siebenmeter makellos (17:17, 32.). Die nächste Zeitstrafe gegen Patrick Schweizer nutzten die Gäste für zwei Gegentore, derweil Möhlins Offensive wenig Zählbares notierte oder erneut den Ball an die Zürcher verlor. In der 36. Spielminute kassierte Marius Jauer die direkte Rote, bestraft für das Foul an Möhlins Finn Kreuzer, der zuvor das 19:20 (36.) erzielt hatte. Aber der Möhliner Angriff blieb weiterhin nicht verschont von unglücklichen Einzelaktionen, die torlos blieben. Weil aber auch der Gegner mit Paraden von Santeler klarkommen musste, hielt sich der Rückstand für das Heimteam zunächst in Grenzen. Erst in der 42. Minute bauten die Gäste nochmals auf drei Treffer aus, ehe der Siebenmeter von Ardin Berisha und das Tor von Ben Romdhane zum 24:25 die 350 Zuschauenden wieder hoffen liessen. Und tatsächlich übernahmen die Möhliner wieder die Führung, durch einen Doppelschlag von Xavier Franceschi und den Treffer durch Lucas Grandi (28:26, 49.). Die Partie blieb aber hektisch, umkämpft und nicht ohne Klamauk unter den Spielern, und die Schiedsrichter hatten viel zu tun. Es passte zum offenen Spielverlauf, dass die junge Truppe des jungen Trainers Oscar Carreno noch einmal zurückkam, auch weil Möhlin zu wenig Zählbares lieferte und es zur letzten Aktion kam, die eingangs erwähnt wurde. Zürich machte mit diesem Sieg einen Schritt weg vom Tabellenkeller. Möhlin behauptet sich weiterhin auf dem 4. Platz. Das Hinspiel ging übrigens ähnlich knapp aus, damals zu Gunsten der Fricktaler.
Am kommenden Mittwochabend geht es auswärts gegen Baden-Endingen weiter.

Möhlin mit: Santeler (11/43, 26%), Roth; Ceppi (1), Soder, Kreuzer (2), Ben Romdhane (6), Grandi (3), Franceschi (4), Giezeman (3), Berisha (9), Schweizer, Waldmeier (3).

Bild: Es wird heftig zugepackt beim Spiel des TV Möhlin gegen SG GC Amicitia / HC Küsnacht.
Foto und Text: Christine Steck