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Bild: Sinem Gökçen, Mehmet Dogan, Ingrid Kaufmann, Mehmet Isik und Rafik Abdullah. Foto: zVg

SP Migrant*innen Kanton Aargau fassten Abstimmungsparolen

(spm) An der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 30. Januar wählten die Mitglieder der SP Migrant*innen im Kanton Aargau Sinem Gökçen (37) und Mehmet Dogan (23) ins neue Co-Präsidium.

Die SP Migrant*innen führten im Herbst 2023 einen erfolgreichen Nationalratswahlkampf und konnten mit ihrer Unterliste einen wichtigen Beitrag für den Sitzerhalt der SP im Kanton Aargau leisten. Sinem Gökçen (37) konnte ein sehr gutes Wahlergebnis erreichen. «Das Wahlergebnis, die zahlreichen Gespräche und positiven Rückmeldungen im Wahlkampf motivieren mich, mich weiterhin auf politischer Ebene für die Anliegen der Migrant*innen und Frauen im Aargau einzusetzen», so Gökçen. Die Kurdin Gökçen, die mit drei Jahren als Asylbewerberin aus der Türkei in die Schweiz kam, erarbeitete sich ihren Weg von der Realschule im Kanton Aargau bis zum Master of Law. Die Juristin Gökçen arbeitet heute als Gerichtsschreiberin am Bezirksgericht und bei der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht.

Mehmet Dogan (23), Polymechaniker, hatte auf der Liste der Juso kandidiert. «Die Förderung und Unterstützung von Migrant*innen im Kanton Aargau sowie in der Schweiz sind grundlegend für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Es ist wichtig, Ressourcen bereitzustellen, um den Zugang zu Bildung, Arbeitsmöglichkeiten und sozialen Dienstleistungen zu erleichtern. Darüber hinaus sollten die Einbürgerungsverfahren vereinfacht werden, um einen reibungslosen Integrationsprozess zu ermöglichen und den wertvollen Beitrag der Migrant*innen zur Gesellschaft zu honorieren», betont Dogan. «Gemeinsam wollen wir uns für mehr Demokratie für alle, für politische Mitwirkungsmöglichkeiten für Migrant*innen und mehr Chancengleichheit in Beruf und Bildung einsetzen», so Gökçen.

Einstimmig hat die Mitgliederversammlung für die Initiative für eine 13. AHV-Rente die Ja-Parole beschlossen. Die Renteninitiative blieb chancenlos mit einem Nein. «Mit zunehmendem Alter steigt für viele Menschen das Armutsrisiko. Mit steigenden Lebenshaltungskosten und gleichbleibenden Renten wird die Situation für Menschen im Pensionsalter prekär. Das Parlament hat eine Anpassung der AHV-Renten an die Teuerung abgelehnt. Darum braucht es die 13. AHV-Rente», erklärt Ingrid Kaufmann, Vorstandmitglied SP Migrant*innen und Präsidentin Frauenkommission Syndicom.

Bild: Sinem Gökçen, Mehmet Dogan, Ingrid Kaufmann, Mehmet Isik und Rafik Abdullah. Foto: zVg