(pd) Gestern Abend wurde Noe Seifert an der Sport-Gala im Campussaal in Brugg als Aargauer Sportler des Jahres 2025 ausgezeichnet. Er setzte sich vor Elena Quirici (Karate) und Robin Gemperle (Ultra Cycling) durch.
Noe Seifert ist ein würdiger neuer Titelträger. Er hat im vergangenen Jahr Schweizer Sportgeschichte geschrieben, als er an den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Jakarta Bronze im Mehrkampf gewonnen hat. Es war die erste Schweizer WM-Medaille in dieser Disziplin seit 75 Jahren! Zusätzlich zu dieser sensationellen Leistung hat sich der 27-jährige Oftringer auch noch die EM-Silbermedaille mit dem Team gesichert und hat sich am Eidgenössischen Turnfest in Lausanne den begehrten Turnfestsieg geholt. Diese Erfolge überzeugten Publikum (60 Prozent der Stimmen) und Fachjury (40 Prozent der Stimmen) gleichermassen. In beiden Ranglisten belegte Seifert den ersten Platz und hat sich so den Titel als Aargauer Sportler des Jahres 2025 absolut verdient gesichert. «Aargauer Sportler des Jahres klingt super. 2025 war ein tolles Jahr. Wir haben mit dem Team an der EM abräumen können und auch die WM lief sehr, sehr gut. Der Titel Aargauer Sportler des Jahres ist der perfekte Abschluss», sagt Noe Seifert.
Im Rahmen der gestrigen Sport-Gala gab Noe Seifert gemeinsam mit seinem Aargauer Nationalkader-Kollegen Florian Langenegger (WM-Rang 10 im Mehrkampf), sowie einigen Aargauer Nachwuchstalenten eine Kostprobe seines Könnens ab. Musikalisch begleitet wurde dieser Auftritt von der renommierten Formation «Klassik Nuevo» um Sira Eigenmann (Violine) und Srdjan Vukasinovic (Akkordeon).
Der gemeinsame Auftritt der beiden Weltklasse Kunstturner mit Nachwuchstalenten zeigte exemplarisch auf, wie wertvoll eine gute Basisarbeit in regionalen und kantonalen Stützpunkten für eine spätere Karriere im Leistungssport ist. Ein Aspekt, den auch die Aargauer Sportministerin Martina Bircher hervorhob: «Die vielen Erfolge von Aargauer Sportlerinnen und Sportlern in den verschiedensten Sportarten sind ohne das ehrenamtliche Engagement von Trainerinnen und Trainern, Leitenden, Vereinsvorständen, Eltern und vielen weitere Personen nicht möglich. Diese Arbeit wird von uns allen enorm wertgeschätzt. Herzlichen Dank für diesen Einsatz!»
Quirici und Gemperle auf dem Podest
Hinter Seifert klassierte sich Karateka Elena Quirici aus Schinznach-Dorf auf dem zweiten Rang. Die mittlerweile 32-Jährige hat im vergangenen Jahr einmal mehr bewiesen, dass sie in ihrer Sportart weiterhin zur absoluten Weltspitze gehört. Sie gewann die Goldmedaille an den World Games, Bronze an der EM und wurde als Weltnummer eins zugleich auch noch als beste Karateka der Welt ausgezeichnet – zum dritten Mal in Folge.
Rang drei ging an den Aarauer Ultra Cycling Profi Robin Gemperle. Er hat im vergangenen Jahr mit der Tour Divide und dem Silk Road Mountain Race zwei der drei wichtigsten Rennen in seiner Sportart gewonnen und gilt aktuell als bester Ultra Cycling Athlet der Welt. Ebenfalls nominiert für die Wahl «Aargauer Sportler/in des Jahres 2025» waren Michelle Heimberg (Wasserspringen), Nora Meister (Para-Schwimmen) und Ilaria Olgiati (Para-Badminton).
Olympia-Erfolge werden gewürdigt
Im Rahmen der Sport-Gala, die erneut vom Aargauer SRF-Sportkommentator Calvin Stettler mode-riert wurde, waren auch die eben erst zu Ende gegangenen Olympischen Spiele in Mailand und Cor-tina Thema. Dort war die Aargauer Delegation äusserst erfolgreich und hat drei Medaillen und ebenso viele Diplome nach Hause gebracht. Diese Erfolge wurden im Campussaal in Brugg ebenfalls gewürdigt. Ramona Härdi (Eisschnelllauf), Melanie Hasler (Bob), sowie Silvana Tirinzoni und Selina Witschonke (Curling) waren vor Ort und blickten im Gespräch mit Stettler auf die Olympischen Spiele zurück.
Kyburz erhält Special Award
Zudem wurde am gestrigen Abend auch der Preis "Special Award Leistungssport" vergeben. Eine Auszeichnung bei der die IG Sport Aargau und Sportpress AG/SO in Kooperation mit der Sektion Sport des Kantons Aargau Vertreterinnen und Vertreter aus dem Leistungssport für ihre Verdienste ehren. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der Aargauer Orientierungsläufer Matthias Kyburz, der seine OL-Karriere letztes Jahr beendet hat zu Gunsten einer zweiten Laufbahn als Marathonläufer. Kyburz hat in den letzten fast fünfzehn Jahren den OL-Sport in der Schweiz geprägt wie kein anderer. Er gewann 17 WM-Medaillen (acht Mal Gold), 13 EM-Medaillen (neun Mal Gold) und acht World Games Medaillen (fünf Mal Gold). Zudem sicherte er sich sechs Mal den Gesamtweltcup, feierte 25 Weltcupsiege und 23 Einzel-Schweizer-Meistertitel. Der Preis wurde ihm von seinem Bruder Andreas, der ebenfalls viele Jahre an der OL-Weltspitze mitgelaufen ist, mit einer sehr persönlichen Laudatio überreicht.
Ebenfalls einen Auftritt auf der grossen Bühne der Aargauer Sport-Gala hatte der frisch gebackene Aargauer Nachwuchssportler des Jahres 2025, der Kunstturner Ben Schumacher aus Mägenwil. Ganz zu Beginn des Abends hatte zudem die Tanzgruppe der Heilpädagogischen Schule Zofingen, die in diesem Jahr erstmals am Aargauer School Dance Award angetreten war, mit ihrem erfrischen-den Auftritt für ein erstes Highlight gesorgt.