(eing) Die 19-jährige Vera Galliker wohnt in Aarau und führt die Jungen Grünliberalen Aargau im Co-Präsidium mit Leander Rüede aus Obersiggenthal.
Seit Sommer 2024 ist sie in der Jungen GLP aktiv, im Januar 2026 wurde sie mit 18 Jahren zur Co-Präsidentin gewählt. Im vergangenen November kandidierte sie auf der GLP-Liste für den Aarauer Einwohnerrat.
Faszination für Naturwissenschaften
Vera Galliker schloss am 27. Juni die Matura an der Alten Kantonsschule Aarau mit einem beeindruckenden Notenschnitt von 5,85 als Jahrgangsbeste ab. Zudem wurde ihre Maturaarbeit mit dem Titel «Grüne Abwasserreinigung – Ein Experiment zur Nährstoffreduktion durch die Mikroalge Chlorella vulgaris» vom Umweltdepartement der EPFL und vom Alumni-Verein der Alten Kanti ausgezeichnet. In ihrer prämierten Maturaarbeit befasst sich Vera Galliker mit der Abwasserreinigung und der Frage, wie sich diese durch den Einsatz von Algen optimieren lässt. Algen haben das Potenzial, Nährstoffe wie Phosphat und Nitrat aus dem Abwasser zurückzugewinnen. So gelangen diese nicht in die Natur, und man kommt der Kreislaufwirtschaft einen Schritt näher. Galliker: «Technologische Lösungen sind im Umwelt- und Klimaschutz unabdingbar. Deshalb kann man Politik und Wissenschaft nicht separat betrachten.» Ihr Ziel ist es, Politik und Wissenschaft zu verbinden. Galliker wünscht sich, dass Forschung und Expertise stärker in politische Entscheidungen einfliessen.
Galliker: «Es ist Aufgabe der Wissenschaft, zu beurteilen, ob Massnahmen sinnvoll sind. Dies ist nicht die Aufgabe einzelner Politiker.»
Berufliche und politische Pläne
Vera Galliker plant ein naturwissenschaftliches Studium und möchte später am liebsten in der Forschung arbeiten. Sie lässt sich nicht davon einschüchtern, dass sich viele junge Menschen in der Politik für eine Karriere im Bereich Wirtschaft, Recht oder Geisteswissenschaften entscheiden. Die analytische Denkweise, die sie in die Naturwissenschaften mitbringt, möchte sie auch auf die Politik anwenden. Galliker: «Ich gehe mit einem ähnlichen Mindset an die Politik und an die Naturwissenschaften heran. Ich versuche, die Dinge von Grund auf zu verstehen und dann zu optimieren.»
Motivation zum politischen Engagement
Sie wird von Neugier und dem Wunsch, etwas zu verändern, angetrieben. Zu den Jungen Grünliberalen ist sie schnell gestossen. Galliker: «Mir gefällt das Welt- und Technologieoffene an der JGLP. Die Partei folgt nicht blind irgendeiner Ideologie, sondern hat klar gesteckte, ambitionierte Ziele. Für mich kam keine andere Partei infrage.»