(evp) Die EVP Aargau stimmt der Richtplananpassung «Tägerhardächer» und damit der Ansiedlung der Hitachi Energy im Aargauer Limmattal nur mit einem Vorbehalt zu. Der Standort liege verkehrlich sehr gut und würde sowieso irgendwann überbaut. Die Umsiedlung der Firma bringe Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in den Energiekanton Aargau, schreibt die EVP in ihrer Medienmitteilung.
Zwar gebe es im Aargau einige geeignete Standorte für eine Unternehmensansiedlung, für die keine Richtplan- und Bauzonenanpassung nötig wäre. Die EVP Aargau halte es aber für sinnvoll, ein Unternehmen der Energiebranche in einer Region anzusiedeln, wo bereits entsprechende Arbeitskräfte wohnten. Das sei im Raum Baden der Fall. Hitachi wolle zudem zwingend ins Limmattal. Würde die Ansiedlung in einer Nachbargemeinde im Kanton Zürich erfolgen, hätte die Region den Verkehr dennoch, aber der Aargau keine Steuereinnahmen. Auch würden mehr Aargauer in Nachbarkantone zur Arbeit pendeln als umgekehrt. Ein Ausbau von Arbeitsplätzen sei also in jeder Hinsicht erwünscht.
Vorteile des Standorts Tägerhardächer
Der vorliegende Standort weist aus Sicht der EVP zwei Vorteile auf. Einerseits sei ein direkter Autobahnanschluss vorhanden, wodurch kein Fernverkehr durch die Ortschaften entstehe. Auch die Bahnlinie verlaufe mitten durch das Areal, sodass einfach eine Haltestelle gebaut werden könne. Eine S-Bahnhaltestelle Tägerhard wäre selbst ohne diese Ansiedlung sehr sinnvoll, findet die EVP.
Andererseits wäre das Gebiet früher oder später sowieso genutzt worden, denn die Fruchtfolgeflächen seien nicht hochwertig, ein Vertrag zur Nutzung für Kiesabbau bestehe bereits und die Gemeinde Wettingen habe das Areal für Sportanlagen vorgesehen gehabt.
Vorbehalt ökologische Aufwertung
Die EVP nennt in ihrer Anhörungsantwort allerdingt einen Vorbehalt. Sie verlangt Auflagen an Hitachi, ökologische Flächen auf dem Areal zu erstellen, die für Kleintiere besser geeignet sind als heute.