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Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter und Menschen mit Behinderungen

(pd) Der Kanton Basel-Landschaft lanciert den ersten Aktionsplan zur Gleichstellung der Geschlechter und von Menschen mit Behinderungen (Aktionsplan Gleichstellung BL 2026–2029). In den nächsten vier Jahren werden 101 Massnahmen umgesetzt.

Dazu gehören Massnahmen im Bereich Care-Arbeit, Gleichstellung im Erwerbsleben, die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt, gleichberechtigter Zugang zu Freizeit, Kultur und Sport oder barrierefreie Bauten und Kommunikation. Der «Aktionsplan Gleichstellung BL 2026–2029» verfolgt das Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter und von Menschen mit Behinderungen koordiniert und verbindlich voranzubringen.

Dazu werden in prioritären Handlungsfeldern Massnahmen umgesetzt und die Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert. Der Aktionsplan wurde mit verwaltungsinternen und externen Stakeholdern – u.a. Fachpersonen, Organisationen und Selbstbetroffenen – erarbeitet und ist breit abgestützt.

Priorisierte Handlungsfelder

Der Aktionsplan umfasst je unterschiedliche Handlungsfelder, Ziele und Massnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter und von Menschen mit Behinderungen. Die Handlungsfelder zur Gleichstellung der Geschlechter legen die Schwerpunkte auf bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit, die Gleichstellung im Erwerbsleben, auf Bildung, Gesundheit und Sport sowie auf gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und Angeboten. Ein weiterer Handlungsschwerpunkt konzentriert sich auf die Bekämpfung von sexueller Belästigung und geschlechtsspezifischer Gewalt. So werden als Massnahme beispielsweise Unternehmen zu Schwangerschaft, Mutterschaft und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sensibilisiert. Weitere Massnahmen aus den Handlungsfeldern zielen darauf, über die Auswirkung von Erwerbsentscheiden auf die soziale Absicherung zu informieren und sie einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen. Der bestehende Zukunftstag wird weiterentwickelt. Die Prävention von Gewalt und sexueller Belästigung im Jugendbereich wird verstärkt. Ein Schulungsangebot für Mitarbeiter mit Publikumskontakt soll einen diskriminierungsfreien Umgang mit LGBTIQ-Personen sicherstellen.

Bei der Entwicklung der neuen Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategie will der Kanton die Geschlechter-Gleichstellungsperspektive konsequent berücksichtigen. Zudem werden weitere Gleichstellungsmassnahmen bei der kantonalen Verwaltung als Arbeitgeberin umgesetzt. Die Handlungsfelder zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen umfassen Gleichstellung und Teilhabe, Freizeit, Kultur und Sport, Bildung und Arbeit, Bauen und Mobilität sowie Kommunikation. Unter anderem werden die Vertretung von Menschen mit Behinderungen in regierungsrätlichen Kommissionen gestärkt und neuzuziehende Personen aus dem Ausland bei Bedarf über die Grundlagen und Angebote im Bereich Behinderungen informiert. Die Barrierefreiheit der Publikumsbetriebe des Amts für Kultur (Kantonsbibliothek, Museum.BL, Augusta Raurica) wird weiter verbessert. Zudem will die kantonale Verwaltung als Arbeitgeberin das Label iPunkt erwerben. Mit dem Label iPunkt werden Unternehmen ausgezeichnet, die Hindernisse im Arbeitsumfeld systematisch abbauen und auf Fachkräfte mit Behinderungen zählen. Die Ziele zu den Handlungsfeldern und die einzelnen Massnahmen sind im Aktionsplan aufgelistet. Die Umsetzung des Aktionsplans Gleichstellung BL 2026–2029 wird durch ein jährlich durchgeführtes Monitoring begleitet. Am Ende der Vierjahresperiode wird der Aktionsplan evaluiert.

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