(pd) Der Badener Grossrat Jonas Fricker (Grüne) legt sein Mandat am Dienstag, 24. März, nieder. Als Nachfolgerin rückt Mechthild Mus (22) nach.
Mit Jonas Fricker verlässt ein grünes Schwergewicht nach 24 Jahren die Aargauer Politik. Fricker war der erste offizielle Präsident der Grünen Aargau, professionalisierte die Partei und vertrat diese im Grossen Rat und im Nationalrat. In der laufenden Legislatur präsidierte er die Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) des Grossen Rats.
Jonas Fricker (48, Baden) ist seit über 24 Jahren politisch engagiert. Insgesamt 20 Jahre war er Parlamentsmitglied auf allen drei Staatsebenen und 10 Jahre Präsident der Grünen auf Kantons- und Bezirksebene. Jonas Fricker hat Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich studiert und arbeitet beruflich im Bereich Nachhaltigkeit, seit 7 Jahren als Projektleiter Klimaschutz bei der Stadt Zürich. Der dreifache Vater engagierte sich zudem 24 Jahre als Präsident diverser NGOs, unter anderem beim WWF und «Fussverkehr Aargau». Als seinen wichtigsten politischen Erfolg nennt Fricker die Verankerung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung als Staatsaufgaben in der Aargauer Verfassung: «Der Klimaparagraf ist mein politisches Meisterstück und mein Vermächtnis für den Aargau.» Auch Sport hat eine wichtige Bedeutung für Fricker, so amtete er seit 2022 als Präsident und Captain des FC Grossrat Aargau.
Die Grünen danken Jonas Fricker herzlich für seinen langjährigen, engagierten Einsatz für eine wirksame Klima-, Energie- und Umweltpolitik sowie für Aufbau, Weiterentwicklung und Vernetzung der Grünen Partei im Aargau.
Als Nachfolgerin rückt Mechthild Mus (22) nach, da Christian Keller, Obersiggenthal, verzichtet. Mechtild Mus studiert Geographie und wohnt in Baden. Sie engagiert sich seit mehreren Jahren bei den Grünen und Jungen Grünen und ist in der Jungpartei fest verankert: im Vorstand der Jungen Grünen Aargau und von 2022 bis 2024 als Co-Präsidentin sowie als Kommunikationsverantwortliche und als Mitglied der Geschäftsleitung der Jungen Grünen Schweiz. Zudem war sie in den letzten Jahren beim Klimastreik und beim feministischen Streik aktiv, bei der Organisation der ersten Pride im Aargau 2024, der Gründung des Jugendparlamentes in Baden und der überparteilichen Initiative für das Stimmrechtsalter 16 beteiligt. Aus diesen Engagements bringt Mechthild Mus viel Erfahrung mit und bekräftigt: «Ich freue mich, dass ich mich künftig auch im Grossrat für eine ökologischen, feministischen und solidarischen Kanton Aargau einsetzen darf!» Die Grüne Fraktion freut sich auf die Zusammenarbeit mit einem jungen, engagierten Mitglied und wünscht Mechthild Mus einen guten Start im Grossen Rat.