(pd) 54 gemeinnützige Projekte erhielten per Mitte August einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Mit dieser finanziellen Unterstützung wird die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt im Kanton Aargau gefördert. Nachfolgend eine Auswahl der unterstützten Projekte:
Junge Menschen gestalten die Zukunft
• Passend zum Wahljahr lanciert der Dachverband Schweizer Jugendparlamente das Projekt «Aargau wählt 2024», das dem jungen Stimmvolk zwischen 18 und 25 Jahren mit «Easyvote» neutrale Wahlinformationen und Meinungsbildungstools bereitstellt – online und als Broschüre. Zudem unterstützt easyvote Lehrpersonen mit aktuellen und lebensnahen Unterrichtsmaterialien zu den Wahlen.
• Jugendliche und junge Erwachsene, die den politischen Betrieb kennenlernen möchten, erhalten im November 2024 dank der Eidgenössischen Jugendsession eine einmalige Chance: Die Teilnehmerschaft im Alter von 14 bis 21 Jahren lernt das politische System der Schweiz kennen, indem sie direkt im Bundeshaus aktuelle Themen diskutiert.
• Nachwuchsförderung ist nicht nur in der Politik, sondern auch in der Musik entscheidend: Die Jugendmusik Allegro spielt deshalb mit dem Blasorchester Baden Wettingen, die Aargauer Jugend Brass Band reist ins Ausbildungslager, die Nationale Jugend Brass Band lädt zum Sommerkurs ein, das Nationale Jugendblasorchester trifft sich zur Musikwoche, während aufstrebende Musikschaffende sowie Schulbands der Nordwestschweiz dank dem Wettbewerb «bandXnordwest» wertvolle Bühnenerfahrungen sammeln.
Rollendes Kino in Bözen
• Der Verein «Roadmovie» liefert Kino auf Bestellung: Der mobile Filmveranstalter bespielt 2024 insgesamt 36 Schweizer Gemeinden, vorwiegend im ländlichen Raum, mit vielfältigen Programmen. In Zusammenarbeit mit Schulen und Gemeinden organisiert er lehrreiche und unterhaltsame Veranstaltungen, zu denen auch Filmschaffende eingeladen werden, die ihr Wissen mit dem Publikum teilen. Im Herbst 2024 besucht das rollende Kino unter anderem die Gemeinden Bözen und Koblenz.
• Das Kino ist das Tor zu einer anderen Welt. Der Verein Zauberlaterne Baden-Wettingen möchte Kindern den Zutritt ermöglichen, indem er einen monatlichen Kinonachmittag im Kino Orient in Wettingen organisiert. Angefangen bei Stummfilmklassikern über die ersten Farb- und Tonfilme bis hin zu aktuellen Kinoproduktionen lernen die Kinder spielerisch die Entwicklung der Filmgeschichte kennen.
• Filme sind in der Lage, uns zu begeistern und zu involvieren. Sie können aber auch komplexe Themen ansprechen wie zum Beispiel den Klimawandel. Das Festival «Filme für die Erde» zeigt jedes Jahr eindrückliche Umweltdokumentarfilme in zahlreichen Schweizer Städten. Zum Angebot gehört auch ein Schulkino, das dem jungen Publikum ein altersgerechtes Programm und einen freien Eintritt bietet. Dieses findet dieses Jahr am 22. November in Baden statt.
Silberschatz von Kaiseraugst
• Einst von den Gefolgsleuten des römischen Kaisers gehortet, heute für alle zu bestaunen: Der Silberschatz von Kaiseraugst wird ab Oktober 2025 in der Basler Barfüsserkirche in neuem Glanz erstrahlen. Die Aargauer Leihgabe wird ein Höhepunkt in einer Sonderausstellung zum Thema «Schatzfunde» des Historischen Museums Basel sein.
• Einen Schatz der anderen Art finden die Besucherinnen und Besucher des Kindermuseums Baden ab November 2024: Der Spielzeugklassiker «Playmobil» wird 50 Jahre alt und erhält zu diesem Anlass eine eigene Ausstellung im Museum. Die Kombination aus kulturgeschichtlichen Objekten und interaktiven Experimentierstationen macht die Ausstellung zu einem einzigartigen Erlebnis für alle Generationen.
• In einem neuen Kooperationsprojekt mit dem Stadtmuseum Aarau werden ab 2025 die Bildschätze des Ringier Bildarchivs ausgestellt. Die insgesamt sechs Ausstellungen vermitteln den Besucherinnen und Besuchern den Einfluss fotografischer Bilder auf die Konstruktion von Öffentlichkeit und Wirklichkeit.
• Ausstellungen finden heute zunehmend im digitalen Raum statt. Das Vitrocentre Romont wird ab 2025 bis Ende 2027 die Aargauer Glasmalereien vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert erfassen und auf der interaktiven Internetplattform vitrosearch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.