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Aargau: 52 gemeinnützige Projekte erhalten Swisslos-Fonds-Beiträge

(pd) 52 gemeinnützige Projekte erhielten per 30. September 2023 einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Nachfolgend eine Auswahl der unterstützten Projekte:

Sensibilisierung in der und für die Natur
• In der Region Lenzburg Seetal wird bis Ende Oktober 2023 ein Lehrpfad zum Thema Landwirtschaft im Kanton Aargau entstehen. Dabei soll die intensive Nutzung des Bodens durch die Landwirtschaft thematisiert werden. Es wird auch beleuchtet, wie die Aargauer Betriebe in ihrer Produktion mit Fragen der Biodiversität und dem Umweltschutz umgehen. Ein besonderer Fokus wird auf die Förderung von extensiven Weiden liegen sowie in der Vermittlung von lokaler Nahrungsmittelproduktion. Das Projekt wird die Vielfältigkeit der Landwirtschaft der breiten Bevölkerung näherbringen und eine Sensibilisierung für die regionale landwirtschaftliche Produktion schaffen.
• Seit zwölf Jahren veranstaltet der «Verein Filme für die Erde» jährlich ein Umweltfilmfestival, welches mittlerweile das grösste in der Deutschschweiz ist. Dabei werden sowohl Spielfilme als auch Dokumentarfilme rund um die Thematik der Umwelt in unterschiedlichen Städten gezeigt. Ziel des Festivals ist es, die Begeisterung der Bevölkerung für Umwelt- und Klimaschutz zu fördern. Die Vorstellungen sind für ein breites Publikum ausgelegt, zudem werden spezielle Schulvorführungen durchgeführt. Am 18. Oktober 2023 findet eine Filmvorführung des Schulkinos in Baden statt.
• Mit seiner neusten Sonderausstellung «Cool down Aargau» möchte auch das Naturama auf die sich im Klimawandel verändernden Temperaturen und den Umgang damit eingehen. Die Ausstellung, ursprünglich für die Stadt Zürich konzipiert und dort durchgeführt, wird auf die Aargauer Agglomerationsräume adaptiert und entlang der Klimastrategie des Kantons Aargau weiterentwickelt. Besonders im Fokus soll dabei die steigende Hitzebelastung stehen und mögliche Folgen eines starken Temperaturanstiegs sollen vermittelt werden. Good Practice Beispiele und Fachinputs werden im Rahmen der Ausstellung vom Oktober 2024 bis September 2026 im Naturama vermittelt.

Aargauer Geschichte im Fokus
• Das Hauptwerk «Le Laudi» des berühmten Aargauer Komponisten und Chordirigenten Hermann Suter (1870– 1927) wird hundert Jahre alt. Die Aargauer Kantorei wird dem Musikschaffenden und seinem Meisterwerk im Dezember 2024 eine Konzertreihe widmen. Während der Chorkonzerte werden Audio- und Videoaufnahmen gemacht, die später frei zugänglich sein werden. Dies, weil die letzten Aufnahmen des Werks aus den Jahren 1985 und 2006 stammen.
• Der historischen Vergangenheit der Region und der Stadt Baden widmet sich die neue Sonderausstellung des Historischen Museums Baden mit dem Titel «Panta Rhei – Alles fliesst. Geheimnisse unter dem Kurplatz». Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Kantonsarchäologie Aargau durchgeführt und bringt dem Publikum die Geschichte des Kurorts Baden näher. Dabei werden diverse Funde präsentiert, die beim Neubau und der Renovationen des Thermalbades und der anschliessenden Gebäude zu Tage gefördert wurden. Damit spannt die Ausstellung den Bogen von der Antike bis in die Gegenwart und präsentiert die jahrhundertealte Geschichte des Kurorts Baden.
• Über die unerwartete historische Verbindung der Mühle Bözen mit der Schlossmühle Aarau erzählt das Buch «Zwei Mühlen – eine Geschichte» des Fricktaler Lokalhistorikers Walter Amsler in Zusammenarbeit mit der Mühlergruppe Aarau – Bözen. Die mittelalterliche Getreidemühle aus dem oberen Fricktal hat das Dorf Bözen 1974 der Stadt Aarau geschenkt, die zu diesem Zeitpunkt die letzte ihrer drei historischen Stadtmühlen verloren hatte. Das gerettete Mahlwerk wurde zum Kernstück der Aarauer Schlossmühle im Herzen der Kantonshauptstadt.

Selbstbestimmt und achtsam durchs Leben
• Die Sonderausstellung «Natur» im Stapferhaus Lenzburg ist noch in aller Munde und bereits befindet sich die nächste in Planung. Die ab November 2024 stattfindende Ausstellung wird sich rund um die Thematik «Gesundheit» drehen. Im Rahmen des Projekts werden sowohl Fragen der psychischen Gesundheit als auch spannende Einblicke in aktuelle Forschungsfelder der Krebsforschung Platz finden. Auch Spannungsfelder wie das Gesundheitssystem oder die Thematik der körperlichen Unversehrtheit und Fitness sollen im Rahmen der Ausstellung angesprochen werden und zu Diskussionen unter den Besuchenden anregen.
• Mit körperlicher Unversehrtheit bei Kindern beschäftigt sich die Fachstelle Limita zur Prävention sexueller Ausbeutung. Nach dreizehn Jahren im Einsatz wird der Kinderparcours für Schulen mit dem Titel «Mein Körper gehört mir» neu lanciert. Das Präventionsangebot richtet sich vor allem an Kinder zwischen sieben und neun Jahren und kann von Schulen über mehrere Wochen gebucht werden. Auch im Aargau sind Durchführungen des Parcours an mindestens acht Schulen geplant.
• Vertieft setzt sich jeweils einmal im Jahr die Selo-Fachtagung mit einem Aspekt der menschlichen Gesundheit auseinander. Im November 2023 soll die Tagung, die sich sowohl an medizinisches Fachpersonal und Studierende als auch an interessierte Bevölkerungskreise richtet, unter dem Titel «Burnout, Angst- und Panikstörungen im Kontext globaler Krisen» stattfinden. Die Teilnahme ist für Betroffene und Studierende vergünstigt, damit möglichst viele Personen an den Fachreferaten teilnehmen können.
• Für mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Beeinträchtigungen sorgt das Tutoren- und Tutorinnen-Projekt von Sebit Aargau. Im Rahmen dieses Projekts sollen Menschen mit Unterstützungsbedarf befähigt werden, selbst Workshops und Beratungen bei ambulanten Diensten, Tageszentren, Beratungsstellen und in der Öffentlichkeit zu halten. Mit den Kursen werden neben dem Handwerk auch die Fachkenntnisse in Bezug auf die UNBehindertenrechtskonvention gestärkt. Ziel ist es, dass die Ausgebildeten nach den Kursen selbstständig einer beratenden Arbeit nachgehen können.

SWISSLOS-FONDS-BEITRÄGE
Beitragszusicherungen per 30. September 2023