(ut) Die Fricktaler Weinfreunde trafen sich im März zum ersten Jahres-Anlass im Landgasthof Krone in Wittnau. Nachdem die letzten Anlässe spanischen und australischen Weinen gewidmet waren, stand dieser Anlass ganz im Zeichen des heimischen Schaffens.
Zehn Betriebe aus dem Fricktal (ein Betrieb aus dem Baselland), alle Mitglieder der Fricktaler Weinfreunde, präsentierten ihre Weine dem zahlreich aufmarschierten und interessierten Publikum. Die Fricktaler Winzerinnen und Winzer sind Individualisten. Kleinbetriebe, meistens in Familienhand, die ihre Reben und den Wein mit viel Leidenschaft und Fachkompetenz hegen und pflegen. Nebst den traditionellen Sorten Pinot Noir und Riesling-Sylvaner wird auch viel Neues ausprobiert. Und dies sehr erfolgreich. Das Fricktal, mit seinen für den Weinbau hervorragend geeigneten Böden und dem milden, trockenen Klima, war schon immer eine Weinbauregion. Dank den engagierten Winzerinnen und Winzern haben die Weine in den letzten Jahrzehnten einen gewaltigen Qualitätssprung gemacht. Dies zeigte sich bei allen degustierten Weinen, die eine wunderbare Vielfalt aufwiesen. Die zehn Weinbaubetriebe, Büchli in Effingen, Buchmann in Wittnau, Fürst in Hornussen, Fehr & Engeli in Ueken, Heuberger in Bözen, Imhof in Sissach, Pfister in Bözen, Weinstation in Mettau, Wiler Trotte in Wil und Wunderlin in Zeiningen, präsentierten Klassiker und Spezialitäten. Pinot Noir und Riesling-Sylvaner standen zwar im Vordergrund, aber neue Sorten wie Johanniter, Pinotage, Divona usw. und verschiedene Ausbaumethoden im Stahltank, im Barrique und im Granitstein, zeugen von der grossen Innovationskraft der Winzerinnen und Winzer. Ein gelungener Anlass mit einem feinen Menü aus der «Kronen»-Küche. Zum Schluss war man sich einig, dass das Fricktal über eine hervorragende, vielfältige und interessante Weinpalette verfügt. Es braucht den Vergleich mit anderen Anbaugebieten, sei es aus der Schweiz oder dem Ausland, nicht zu scheuen. Das Gute liegt oft so nah.