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Zuzgen: Vortrag zur Prävention gegen Diebstahl und Vermögensdelikte

Zuzgen: Vortrag zur Prävention gegen Diebstahl und Vermögensdelikte

Mehr als 50 Personen verfolgten am Donnerstag den spannenden Vortrag von Kantonspolizist und Sicherheitsberater Marco Dössegger zur Prävention von Diebstahl, Einbrüchen und Vermögensdeliktan aller Art. Im Reformierten Kirchgemeindezentrum in Zuzgen ging es um das Thema: „Aktenzeichen ü60“.

FRITZ IMHOF

Verbrecher und Betrüger unterschiedlichster Herkunft haben es oft gerade auf ältere Menschen abgesehen, aber auch viele jüngere sind von Betrugsmaschen nicht gefeit und werden dann erbarmungslos abgezockt. Marco Dössegger brachte dazu am 60plus-Nachmittag in Zuzgen aktuelle Beispiele und hatte dazu eigens eine Powerpoint-Präsentation mit dem Titel „Aktenzeichen ü60“ mit Bezug auf Zuzgen und das Fricktal bereit gemacht. Dazu kam sein engagierter und spannender Vortragsstil, mit dem er auf fiese Tricks und Maschen von Betrügern und Abzockern oder ganz gewöhnlichen Einbrechern aufmerksam machte. 

Verdachtsfälle melden
Dössegger verwies dabei auch auf die Dienste und Abteilungen der Kantonspolizei Aargau, die an allen Meldungen interessiert seien, ob es sich nun um Abzocke im Internet oder Trickdiebstählen handelt. Die Polizei sei dankbar für alle relevanten Meldungen und Anzeigen und habe dafür die Telefonnummer 117 eingerichtet. Dössegger forderte auf, diese Nummer auch bei Verdachtsfällen zu nutzen: „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!“
Bild 2Dössegger gab dazu allen Teilnehmenden die Broschüre „Sicherheit im Alter“  der Schweizer Kriminalprävention ab. Sie weist auf die gängigsten Betrügereien, Tricks und Diebstahlversuchen hin und erklärt, wie man sich davor schützen kann. Besonders verwies er auch auf die Abzockerei von grossen Summern, auf die Menschen hereinfallen, wenn sich scheinbar eine attraktive Partnerin oder ein interessanter Partner im Internet für sie interessiert. Männer fallen auf attraktive junge Frauen herein, wobei die Bilder  von Betrügern oft aus dem Internet geklaut sind. Und Frauen fühlen sich von attraktiven Männern, insbesondere Kapitänen und Ärzten, angezogen, die nur fiktiv sind. Nach anfänglichen Kontakten kommen dann meisten kleinere und dann grössere Geldforderungen. Im Aargau wurden in den letzten Jahren öfter Summen im sechsstelligen Bereich abgezockt. Dössegger dazu: „Seien Sie immer misstrauisch, wenn ein grosser Gewinn lockt!“ Die Polizei hat im Aargau allein 2023 in 216 Fällen Anlagebetrug im Umfang von über 17 Mio. Franken registriert. 

Warnung vor Falschanrufen
Dössegger warnte auch vor Anrufen durch falsche Polizisten. Er betonte dazu: „Die Polizei ruft sie nie an!“ Falls sie den Kontakt suchen, melde sie sich zu zweit an der Haustür. Der Kantonspolizist machte auch darauf aufmerksam, dass sie Privaten eine Sicherheitsberatung anbiete. Es gehe der Polizei darum, im Aargau eine möglichst hohe Lebensqualität beizutragen, so Dössegger zum Schluss. 

Diskussionsrunde im Anschluss
Anschliessend gab es zahlreiche Fragen und auch Diskussionen rund um Kaffee und Kuchen, die vom 60plus Team der Reformierten Kirche Wegenstettertal angeboten wurden.

Bild 1: Über 50 Personen füllten den Saal des reformierten Kirchgemeindezentrums in Zuzgen.
Bild 2: Marco Dössegger ist Sicherheitsberater bei der Kantonspolizei Aargau.
Fotos: Fritz Imhof