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Der Gemeinderat Zeihen bot dem künftigen Nationalrat einen würdigen Empfang (von links): Fabian Hossli Heinzer, Gemeindeammann Christian Probst, Christoph Riner, Nathalie Deiss, Vizeammann Daniel Banholzer und Jeannine Menet. Foto: Sonja Fasler

«De Riner bliibt de Riner»: Der frischgebackene Nationalrat Christoph Riner wurde in seiner Heimatgemeinde Zeihen feierlich empfangen

Grosser Bahnhof für den frischgewählten Christoph Riner in Zeihen. Die Gemeinde bereitete «ihrem» Nationalrat eine würdige Wahlfeier. Und der SVP-Politiker hatte hunderte von Händen zu schütteln und Gratulationen zu empfangen.

SONJA FASLER HÜBNER

Das Fricktal hat seit vielen Jahren wieder eine Vertretung in Bern. Der bisherige SVP-Grossrat Christoph Riner hat einen der neu Christoph Riner wurde in Zeihen von seinen Leuten feierlich empfangen und zur Auberge Passepartout begleitet. Foto: Sonja Faslersieben Aargauer SVP-Nationalratssitze ergattert – und das mit dem viertbesten Resultat im Kanton. Kein Wunder, dass dies die 1200-Seelen-Gemeinde Zeihen ganz schön in Aufruhr versetzt. Kurzerhand organisierte der Gemeindrat vor dem Restaurant Auberge Passepartout einen würdigen Empfang für ihren bekannten Mitbürger, musikalisch umrahmt von der MG Zeihen.
«Die ganze Dorfbevölkerung ist überrascht, dass wir in der Gemeinde Zeihen einen Nationalrat feiern dürfen», so Gemeindeammann Christian Probst in seiner Begrüssungsrede, in der er das «sagenhafte Wahlresultat» hervorhob. Und in einem spontanen Kurzinterview befragte er Christoph Riner, der sein Glück noch immer kaum fassen konnte, nach seinen Plänen für die politische Arbeit in der Bundeshauptstadt.

«Es wird andere Themen geben als in Aarau, aber grundsätzlich will ich mich für den Kanton Aargau, die Regionen, die Gemeinden und die Menschen hier einsetzen. Politik soll nicht nur nach den grossen Zentren ausgerichtet sein. Auch kleine Gemeinden, wie wir sie im Fricktal haben, sollen vertreten sein», betonte Christoph Riner und schickte in seiner bodenständigen Art nach: «Ich bin jetzt einfach ab und zu in Bern, aber ‚de Riner bliibt de Riner’, das ist mir enorm wichtig.» Wofür er spontanen Applaus und Bravo-Rufe erntete.
Von Christian Probst gefragt, was er in Bern für den Kanton Aargau und speziell fürs Fricktal bewegen wolle, wurde Christoph Riner nicht müde zu betonen, wie sehr ihm am Herzen liege, dass bei der Beratung von Vorlagen oder dem Beschluss von Gesetzen den ländlichen Regionen im Land Rechnung getragen werden müsse. «Wir dürfen keinen Zweiklassengesellschaft haben. Jemand, der in der Stadt wohnt, ist nicht mehr wert, als jemand der auf dem Land wohnt. Das müssen wir in der Schweiz beibehalten oder noch verstärken.»

Schulterklopfen auch vom Gemeindeammann Christian Probst.Der ländliche Raum soll wahrgenommen werden
Nach Hauptprioritäten und Zielen für die kommenden vier Jahre in Bern gefragt, betonte Christoph Riner, dass er sich sowohl in Kommissionen als auch im Rat selbst für Themen einsetzen wolle, die den ländlichen Raum betreffen. Dies sei bereits im Grossen Rat sein Hauptanliegen gewesen. Als Beispiel nannte er sein Engagement für den Finanzausgleich. Aber natürlich interessierten ihn auch wirtschaftliche und aussenpolitische Fragen.

Einzelkämpfer will Christoph Riner nicht sein und auch mit anderen Parteien zusammensarbeiten und Kompromisse finden, wie er betonte. «Mir ist überparteiliche Zusammenarbeit wichtig. So wie ich es jetzt schon gemachte habe. Mir geht es um die Sache. Kann ich dahinterstehen, spielt die Partei keine Rolle, dann ist überparteiliche Zusammenarbeit gefragt. Nur so kann man Erfolge erzielen.»

Christoph Riner bezeichnt sich selbst als wirtschaftsfreundlichen Vertreter. «Eine funktonierende Wirtschaft bedeutet, dass es den Bad in der Menge. Foto: Sonja FaslerLeuten gut geht, dass Stellen und Ausbildungsplätze da sind.» Und auch der Umweltschutz liege ihm am Herzen. «An einer gesunden Umwelt können sich alle erfreuen. Dabei ist jeder selber gefordert.» Er sei aber kein Freund von neuen Gesetzen, Vorgaben und Vorschriften. «Visionen für die künftige Entwicklung unseres Landes werden wohl die grösste Herausforderung sein», meinte er zusammenfassend.

«De Christoph isch und bliibt en Zeiher und bliibt uf em Bode», freute sich Gemeindeammann Christian Probst und verriet, dass der «Christoph-Riner-Marsch» bereits der Musikgesellschaft in Auftrag gegeben worden und bei nächster Gelegenheit zu hören sei.

Bilder:
1. Der Gemeinderat Zeihen bot dem künftigen Nationalrat einen würdigen Empfang (von links): Fabian Hossli Heinzer, Gemeindeammann Christian Probst, Christoph Riner, Nathalie Deiss, Vizeammann Daniel Banholzer und Jeannine Menet.
2. Christoph Riner wurde in Zeihen von seinen Leuten feierlich empfangen und zur Auberge Passepartout begleitet.
3. Schulterklopfen auch vom Gemeindeammann Christian Probst.
4. Bad in der Menge.
Fotos: Sonja Fasler