(eing.) Menschen sind sterblich. Das gehört zu unserem Wesen. Unser Leben läuft von Anfang an auf sein Ende zu. Vielen macht diese Perspektive Angst.
Darum wird der Tod gerne verdrängt. Dabei weiss eine lange kulturelle Tradition, dass besser lebt, wer sich dessen bewusst ist, dass wir einmal sterben müssen. Und Medizin ist humaner, wenn sie Sterben nicht einfach nur bekämpft, sondern auch zulässt und erleichtert. Ein neuerer internationaler Expertenbericht sagt ganz pointiert und provokativ: Sterben ist gesund! Es gehört zu einem guten menschlichen Leben. Im Zentrum eines von der Pro Senectute organisierten Abends stehen deshalb Überlegungen, wie ein lebensfreundlicher Umgang mit der eigenen Endlichkeit aussehen könnte. Denn wer sich auf die eigene Sterblichkeit einlässt, kann lernen, schon im Hier und Jetzt intensiv zu leben, das Leben auszukosten, um zu gegebener Zeit dann nicht nur lebensmüde, sondern «lebenssatt» das Leben zu beenden.
Der öffentliche Vortrag findet am Dienstag, 26. März, 19 Uhr im Saalbau in Stein statt. Der Referent, Dr. Heinz Rüegger, ist Theologe, Ethiker und Gerontologe. Er ist freier Mitarbeiter im Institut Neumünster und assoziiertes Mitglied des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich.
Die Veranstaltung dauert rund 90 Minuten und ist offen für alle Generationen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Weitere Informationen: www.ag.prosenectute.ch/veranstaltungen