(ssch) Nach den Sportferien fanden nach längerer Pause wieder ein Mädchen- und ein Jungentreff im Jugendhaus der Offenen Jugendarbeit in Möhlin statt.
Jeweils am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr gehörte das Haus ganz den teilnehmenden Mädchen und Jungen. In dieser Zeit konnten sie ungestört zusammenkommen, spielen, kreativ sein, sich austauschen oder einfach gemütlich miteinander Zeit verbringen. Die Inhalte bestimmen die Jugendlichen dabei selbst – die SisterZone und die BoyZone orientieren sich an ihren Interessen und Bedürfnissen.
Dieses Mal stand auf Wunsch der Gruppe das gemeinsame Kochen im Mittelpunkt. Mit viel Engagement wurden Gemüse und Kräuter geschnitten und frische Wraps zubereitet, die anschliessend in geselliger Runde genossen wurden. Das Angebot war kostenlos, eine Anmeldung war jedoch erforderlich.
Jungen- und Mädchenprojekte sind ein fester Bestandteil der geschlechterreflektierten Pädagogik und spielen in der Offenen Jugendarbeit eine wichtige Rolle. Sie tragen dazu bei, Vielfalt, Gleichberechtigung und die individuelle Entwicklung junger Menschen zu fördern. Gerade in einer Lebensphase, in der Themen wie Selbstwert, Rollenbilder, Gruppendruck, Körpergefühl und Identitätsfindung besonders präsent sind, bieten solche Angebote wertvolle Orientierung. In geschützten, homogenen Gruppen fällt es vielen Jugendlichen leichter, über das zu sprechen, was sie beschäftigt, ohne sich beobachtet oder bewertet zu fühlen.
Die Teilnahme an den Angeboten ist freiwillig, und die Jugendlichen entscheiden selbst, welche Themen für sie wichtig sind und Raum bekommen sollen. Begleitet werden sie dabei von den Fachpersonen der Offenen Jugendarbeit Möhlin, die den Rahmen gestalten und die Gruppen professionell unterstützen. Einen Überblick über die aktuellen Angebote findet sich auf der Webseite unter jamkultur.ch/kalender. Wer regelmässig informiert bleiben möchte, kann der WhatsApp-Community beitreten und erhält dort alle Neuigkeiten direkt aufs Handy.