(uf) «Uffwache - Los geht’s.» So hiess es für viele Menschen am vergangenen Samstag, die darum bemüht waren, dass in Frick der alljährliche Weihnachtsmarkt wieder zum Leben erwacht.
Neben den vielen Standbetreibern mussten nicht nur der Schneepflug, sondern alle, die für die Durchführung dieses Marktes verantwortlich waren, wach sein, um die Stände aufzubauen, Leitungen zu verlegen, den Verkehr neu zu ordnen und vieles mehr.
Wachsam sein. Ein Motto, das nicht nur für einen gelingenden Advents- und Weihnachtsmarkt nötig ist, sondern ebenfalls ein Motto, das die Grundbotschaft des Advents, die Grundbotschaft für die Vorbereitung auf Weihnachten widerspiegelt. «Seid wachsam», sagt schon der Evangelist Matthäus vor 2000 Jahren zu allen Menschen, die es hören wollen.
«Seid wachsam.» Vielleicht nehmen wir diese Botschaft beim Besuch eines Weihnachtsmarktes vordergründig nicht unbedingt wahr. Doch ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Frick zeigte, dass viele Stände, diese Botschaft mittragen. Denn viele Markleute betreiben nicht nur in Frick, sondern auch an anderen Weihnachtsmärkten einen Stand, dessen Gewinn anderen zu Gute kommt. Sie machen damit aufmerksam, dass man gerade in dieser Zeit, die in der man sich auf das Weihnachtsfest zubewegt, aufeinander achten sollte. Viele Vereine, Kirchen und Organisationen zeigen auf ganz verschiedene Art und Weise: «Seid wachsam. Seid wachsam füreinander.»
So setzte die kath. Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick neben vielen weiteren «wachsamen» Marktleuten diese Adventsbotschaft vielseitig um. So sang der Jugendchor Gipf-Oberfrick auf der Marktbühne, die Jubla Frick lud zum gemeinsamen Kerzenziehen ein, die 5. Klässler verkauften mit Katechetin Daniela Grether Schoggiherzern zu Gunsten des Kinderspital Bethlehems und die Missionsgruppe «el mundo» bot nicht nur ein feines Chili con carne, sondern auch wärmenden Punsch und Glühwein an, um ihre Hilfsprojekte in Indien, Brasilien, Mexiko und Guatemala zu unterstützen. Doch am Stand der Caritasaktion «Eine Million Sterne“ zeigten zahlreiche Marktbesucher, was für sie die Botschaft «Seid wachsam» bedeutet. Denn dort konnte jeder, der wollte, ein Licht der Solidarität entzünden. Ein Licht, das zeigt, das wir versuchen wollen, wachsam zu sein, mit allen Menschen, die weltweit aber auch in der reichen Schweiz in Armut leben müssen. Ein Licht, das zeigt, welche Wünschen wir füreinander haben.
Die Schüler der 7. Klasse Religion wie auch die Mitglieder des Pfarreirats und der Kirchenpflege der kath. Kirchgemeinde begrüssten viele Marktbesucher an diesen Ständen und luden dazu ein, ein solches Licht zu entzünden.