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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch 

Auge (Folge 5)
Spezielle Aspekte bezogen auf eine Schwangerschaft und Stillzeit
Während dieser Zeit sind alle Aufnahmemöglichkeiten von Medikamenten in den mütterlichen Organismus auf eine mögliche Weitergabe und eventuelle Schädigung des Kindes zu überprüfen. Nach dem Contergan-Skandal ist die Welt auf dieses Problem aufmerksam geworden. Auch Augentropfen können über die Bindehaut und die Tränenwegs-Schleimhaut Wirkstoffe in den Körper einbringen. Vorsicht ist bei der Anwendung von bestimmten Wirkstoffgruppen (bestimmte Antibiotika, Virostatika Glaukom-Mittel oder stark wirkenden Parasympatholytika) geboten. Darum ist es wichtig auch den Augenarzt von einer bestehenden oder möglichen Schwangerschaft bzw. Stillzeit zu informieren! Während der Stillzeit sind alle Stoffe gefährlich die lipophil sind. Sie können in die Muttermilch übergehen.

Gerstenkorn lat. Hordeolum
Es ist eines der häufigsten Augenbeschwerden. Es bildet sich am oberen oder unteren Lidrand und ist eine Entzündung der Drüsen. Es ist äusserst unangenehm, aber in der Regel harmlos und heilt meist von allein ab. Da es sich in der Regel um eine bakterielle (Staphylokokken) Infek­tion handelt, kann es übertragen werden. Das heisst, man sollte es möglichst nicht oder nur mit gewaschenen Händen berühren und nicht manipulieren, nicht versuchen es «auszudrücken».
Als Risikofaktoren gelten ein geschwächtes Immunsystem u.a. auch durch Erkrankungen oder das Alter. Kinder sind anfälliger dafür. Sie reiben öfters die Augen. Gerstenkörner kommen auch häufiger in Verbindung mit Akne vor. Auch können häufige Gerstenkörner auf einen Diabetes (Zuckerkrankheit) hinweisen.
Vorbeugend wirken eine gute Hygiene (nicht mit ungewaschenen Händen Augen reiben) und die Augen «pflegen». Über eine gute Lidrandhygiene informieren wir Sie gerne. Wie bei allen Erkrankungen ist ein gutes Immunsystem der beste Schutz. Es gilt immer dasselbe: gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, genügend Bewegung und genügend Schlaf, um die wichtigsten Punkte kurz anzusprechen.
Behandlung: am besten abwarten. Wie bereits geschrieben heilt es meist von selbst ab. Man kann es mit trockener Wärme z.B. via Rotlichtlampe behandeln. Das geschlossene Auge wird dreimal täglich je 10 Minuten mit der Rotlicht-Lampe bestrahlt. Diesen Effekt wird auch mit Auflegen eines trockenen warmen «Cold&Hot-Pack» erreicht. Die Wärme fördert die Durchblutung, das Gerstenkorn öffnet sich schneller, sodass der Eiter ablaufen kann. Feuchte Wärme wird von den Augen­ärzten nicht mehr empfohlen. (Kompressen mit Schwarztee wärmen zwar gut, können aber auch ein Verschleppen der Erreger durch das Aufweichen der Haut begünstigen; und bitte keine Anwendung von Kamillenkompressen wegen der Allergiegefahr.) Des Weiteren können Sie rezeptfrei in der Apotheke (pflanzliche, homöopathische, entzündungshemmende) Augentropfen und Augensalben zur unterstützenden Anwendung kaufen. Kontaktlinsenträger müssen während dieser Zeit besonders vorsichtig sein und sollten am besten eine Brille tragen. In seltenen Fällen dauert die Entzündung an und es ist ein Eingriff (chirurgisch und/oder medikamentös) durch den Augenarzt erforderlich.

Hagelkorn lat. Chalazion
Es ist eine (harmlose, chronisch-granulomatöse) Entzündung der Meibom Drüsen, hervorgerufen durch eine Verstopfung des Ausführungsganges. Die schmerzfreie, nicht verschiebbare Schwellung in der Tiefe des Lides verschwindet entweder von selbst oder kann operativ vom Augenarzt entfernt werden. Die Meibom-Drüsen «fetten» die Oberfläche des Auges und helfen die Verdunstung der wässrigen Schicht, die das Auge feucht hält, zu erhalten. Wir werden darauf im nächsten Ratgeber «Trockene Augen» darauf näher eingehen.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Auge (Folge 4)
Augenerkrankungen, Augenbeschwerden = Richtiges Anwenden
Richtige Anwendung von Augentropfen und Salben
Primär müssen sie streng hygienisch gehandhabt werden (Hände vor dem Applizieren waschen) und alle möglichen Reize wie Hitze oder Augenreiben sind zu meiden.
- Die Aufbewahrungsvorschriften und Aufbrauchfristen sind genau zu befolgen (sonst kippt man sich z.B. eine geballte Ladung Mikroorganismen in ein bereits «krankes» Auge).
- Pro Anwendung wird üblicherweise nur 1 Tropfen oder ein Salbenstrang von ½ bis 1 cm in den Bindehautsack des zu behandelnden Auges appliziert. Das Unterlid wird leicht heruntergezogen, ein Tropfen eingeträufelt, dann das Auge geschlossen und einige Sekunden hin und her bewegt. Bei Kindern können die Tropfen auch im Liegen auf das geschlossene Auge in den Innenwinkel geträufelt werden. Anschliessend muss das Kind das Auge öffnen, um die Flüssigkeit im Auge zu verteilen. Bei Bedarf ist eine Checkliste bei uns in der Apotheke erhältlich.
- Die Verweildauer von Augentropfen im Auge kann verlängert werden z.B. durch Unterdrücken des Lidschlages oder durch Abdrücken des Tränenpünktchens. (Das Auge ist mit der Nase verbunden und das Zuviel an Augenwasser wird unter anderem in die Nase abgeleitet). Darum läuft uns beim Weinen auch immer die Nase, «man heult Rotz und Wasser». Dieses Tränenpünktchen befindet sich im inneren Augenwinkel (an der Nase) direkt unter dem Lid.
- Bei der Anwendung dürfen der Tropfeinsatz oder die Tubenspitze nicht mit den Händen oder dem Auge in Berührung kommen. Die Produkte müssen sofort wieder verschlossen werden.
- Beim Verabreichen von mehreren Augentropfen-Präparaten müssen zwischen den Anwendungen mindestens 10 min. liegen.
- Kontaktlinsen sind vor dem Einbringen von Tropfen normalerweise zu entfernen und mind. ¼ bis ½ Stunde nach dem Einbringen nicht einzusetzen. Bei speziellen Präparaten gelten die Vorschriften, die in der Packungsbeilage erwähnt sind.
- Manchmal werden nach der Anwendung störende Begleiterscheinungen beobachtet wie: Augenbrennen, Geschmacks- oder Sehstörungen. Wenn sie zu intensiv sind oder zu lange andauern, sollte der Rat einer Fachperson eingeholt werden.
- Diverse Allgemeinerkrankungen können Auswirkungen auf die Augen haben. Am bekanntesten ist die Retinopathie bei Diabetes (man hat ständig einen zu hohen Blutzuckerspiegel). Sie ist gekennzeichnet durch eine Verschlechterung des Sehvermögens hin bis zur Erblindung. Ihr Hausarzt wird Ihnen bei diesen Erkrankungen zu einer regelmässigen Augenuntersuchung raten. Es ist wichtig, dass Sie das regelmässig tun, nur so kann eine weitere Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes vermieden werden.
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Auge (Folge 3)
Augenerkrankungen, Augenbeschwerden
Ab dieser Folge gehen wir auf diverse Augen-Erkrankungen und/oder -Beschwerden ein. Aus aktuellem Grund beginnen wir mit den allergischen Augenbeschwerden.
Allergische Bindehautentzündung / Konjunktivitis
Es grünt und blüht und die Augen beginnen zu tränen und zu jucken. Sie sind gerötet und geschwollen. In den meisten Fällen ist auch die Nase betroffen. Sie tropft (ein dünner, durchsichtiger Schleim: meist wie «Wasser»), juckt und es «quält» die Betroffenen ein zum Teil heftiger Nies­reiz. Je nach Person und Ausprägung ist das eine oder andere Symptom häufiger und/oder heftiger. Eine ganzjährige allergische Reaktion ist auf Hausstaubmilben, Katzen und andere Allergene zu beobachten. Unter anderen Allergenen finden sich auch Kosmetika, Medikamente oder Sonnencremes, um nur einige zu nennen.
Im Körper passiert dabei folgendes: Unser Immunsystem reagiert auf vermeintlich gefährliche «Teile» (z.B. Viren/Bakterien) mit einer Antikörper-Bildung. Es handelt sich dabei um das Immunoglobulin E kurz IgE. Letzteres vermittelt eine Ausschüttung von sogenannten Entzündungsmedia­toren. (Das sind Stoffe, die eine lokale Entzündung hervorrufen und weitere Abwehrzellen anlocken.) Der wichtigste ist das Histamin (ausgeschüttet aus Mastzellen und Basophilen). Es löst eine Gefässerweiterung aus, lässt «Flüssigkeit» ins Gewebe austreten (= Schwellung) und führt zu Juckreiz.
Bei einem erstmaligen Auftreten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um andere ähnliche Augenbeschwerden auszuschliessen. Da kommen andere Binde­haut­entzündungen oder trockene Augen, Lidrandentzündungen oder Ähnliches in Frage. Eine allgemeine Allergieabklärung ist ebenfalls wichtig, da eine Asthmaentwicklung aus einem Heuschnupfen sehr häufig ist, eine sogenannte Etagenverschiebung.
Was dagegen tun? (Tipps gelten für alle allergischen Erkrankungen)
Wie immer, die Auslöser so gut wie möglich meiden und oder die «Einwirkdauer» verkürzen.
Die Wäsche (Bettwäsche, Kleider, Handtücher etc.) nicht draussen trocknen lassen. Die getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren. Das Schlafzimmer über die Türe lüften, nicht über das Fenster oder Pollenfilter installieren. Abends die Haare waschen. Die Nase spülen. In der ganz schlimmen Zeit die Aus­senaktivitäten minimieren und oder anpassen (Wassersport ist weniger pollenbehaftet). Eine Pollenprognose ist als App verfügbar und hilft dabei. Mittels einer gutsitzenden Sonnenbrille die Augen vor dem grellen Licht und Zugluft schützen. Möglichst nicht die Augen reiben, sie auswaschen oder mit kühlenden Kompressen erleichtern. (Das anschliessende Pflegen mit einer guten Creme, die für die empfindliche Partie um die Augen geeignet ist, nicht vergessen.) Im Auto, beim Staubsauger etc. die Filter regelmässig wechseln und/oder durch besser geeignete ersetzen.
Medikamentös:
Augentropfen, sie werden je nach Präparat zwei- bis viermal täglich in beide Augen appliziert. Innerlich angewendete Präparate helfen zusätzlich gegen andere Beschwerden, können aber z.T. unerwünschte Wirkungen (Müdigkeit) machen.
Es gibt rezeptpflichtige Präparate, sie sind nur nach ärztlicher Verordnung in den Apotheken erhältlich und «freiverkäufliche». Manche enthalten u.a. als Wirkstoff einen sogenannten Vasokonstriktor. Er bewirkt ein Zusammenziehen der Äderchen mit einer darauffolgenden Abschwellung. Ihre Anwendungsdauer ist auf eine Woche begrenzt. Daher sind sie bei diesen Beschwerden zu meiden. Der Grund dafür liegt im Austrocknen der Schleimhäute. Zu empfehlen sind diejenigen, die Substanzen (natürliche und chemische) enthalten, die z.B. die Mastzellen stabilisieren, befeuchten, pflegen und schützen. Lassen Sie sich beraten und bleiben Sie gesund
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Auge (Folge 2)
Wie sehen wir? – Es handelt sich dabei um einen sehr komplexen Prozess, der verschiedenste Zellen benötigt; eine funktionierende Weiterleitung und eine Verarbeitung der Informationen. Wenn alles der Reihe nach richtig «läuft», erkennen wir, was wir da sehen.
Hier eine vereinfachte Darstellung: Durch die Hornhaut fällt Licht. Es wird durch die Linse gebündelt und gelangt durch den Glaskörper auf die Netzhaut. Hier wird das einfallende Licht in Nervenimpulse umgewandelt. Das geschieht über die Photorezeptoren. Wir haben zwei «Arten»: die für das Farbensehen verantwortlichen Zapfen und die für das Dämmerungssehen zuständigen Stäbchen. In der Makula (gelber Fleck) kommen die Zapfen in hoher Dichte vor. Neben der Makula findet sich die höchste Stäbchendichte. Pro Auge kommen etwa 110 Millionen Stäbchen und 5 Millionen Zapfen vor. Der Wellenlängenbereich des vom Auge wahrnehmbaren Lichtes liegt zwischen 400 und 700 nm. Die Zapfen sind in 3 Typen unterteilbar. Sie sehen rot, grün, blau und allgemein die Helligkeit. Die Stäbchen sind nur beim Dämmerungs- und Nachtsehen aktiv und unterscheiden Schwarz oder Weiss bzw. hell oder dunkel. Bekanntermassen sind Rüebli gut für das Sehvermögen. Das liegt daran, dass eine umkehrbare chemische Veränderung des Vitamin-A-Moleküls zu dem elektrischen Impuls führt, der dann im Gehirn verarbeitet werden kann. (Ein Vitamin-A-Mangel äussert sich in einer Nachtblindheit.)
Die dreidimensionale Wahrnehmung ist durch die Trennung unserer beiden Augen möglich. Oder anders formuliert: Wir brauchen zwei Augen, um räumlich sehen zu können. Weil jedes Auge den betrachteten Gegenstand aus einem leicht unterschiedlichen Winkel sieht, kann das Gehirn (im visuellen Kortex) die beiden Bilder so zusammenfügen, dass wir räumlich sehen.
Die Sehschärfe entwickelt sich in früher Kindheit bis ca. zum siebten Altersjahr, mit einer besonders wichtigen Phase zwischen dem ersten Lebensmonat und dem dritten Lebensjahr. Wenn auf der Netzhaut im Auge keine Abbildungen entstehen, kann kein Impuls weitergeleitet werden und es erfolgen keine Verschaltungen im Gehirn. Ein frühzeitiges Erkennen (z.B. einer angeborenen Linsentrübung) kann eine permanente Sehschwäche verhindern. Darum sind die Routineuntersuchungen beim Kinderarzt so wichtig!
Das SEHEN ist ein sehr komplexer Vorgang. Sicher ist es nicht nur eine Projek­tion eines Mosaikbildes auf einem passiv empfangenden Schirm. Wir gestalten und bewerten bewusst und unbewusst die optischen Eindrücke. Auch unsere seelische und körperliche Verfassung spielt dabei eine Rolle. Bei Müdigkeit sehen wir «nur die Hälfte» und Wut macht bekanntlich blind.
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