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Von Michael Derrer, Verein Mehr Farbe für Rheinfelden

Nachdem sich der Regierungsrat für den Standort Stein ausgesprochen hat, schwindet die Hoffnung auf ein Gymnasium in Rheinfelden. Unsere Stadt hat es nicht geschafft, zu zeigen, dass sich hinter dem Wunsch, das Gymnasium auf ihr Territorium zu bringen, mehr als nur eigennützige Gründe verbergen.
Die an der letzten Einwohnergemeindeversammlung durch uns vorgestellte Konzeptskizze für ein «Jugend-Erfahrungszentrum» lieferte ein zusätzliches Argument für den Gymnasialstandort Rheinfelden. Indem unterschiedliche Bedürfnisse der jungen Generation abgedeckt würden (Ort für Austausch, Aufenthalt, Bildungs- und Diskussionsanlässe, Konzerte, usw.), könnte ein solches Zentrum anschaulich Rheinfeldens Bereitschaft verkörpern, in die Jugend des Fricktals zu investieren und die Funktion als Zentrumsgemeinde wahrzunehmen.
Der Stadtrat hat nun zu unserem Vorschlag schriftlich Stellung genommen. In seinem Brief nennt er ihn eine «sympathische Idee», für die jedoch kein Bedürfnis zu erkennen sei, «da bereits ein vielfältiges Raumangebot für Seminare, Kultur- und Freizeitveranstaltungen» bestehe. Auch die Konkretisierung des Projektes durch einen im Gebiet Schiffacker-Engerfeld (also ausserhalb der lärmrelevanten Zone) zu realisierenden Leichtbau aus Holz oder Aluminium findet im Stadtrat kein Gehör. Denn im Falle einer privaten Trägerschaft wäre gemäss Stadtrat «zu prüfen, in welchen Räumlichkeiten die Inhalte Platz finden würden».
Aus dieser Antwort ist ersichtlich, dass der Stadtrat den Wert des von uns erarbeiteten Konzeptes für ein Jugend-Erfahrungszentrum verkennt, das verschiedene Bedürfnisse unter einem Dach vereint, durch Synergien günstig im Unterhalt und praktisch für die Besucher wäre, und das eine Leuchtturmfunktion und eine Ausstrahlung auf die Jugendlichen der Region entwickeln könnte.
Insbesondere lässt Rheinfelden mit der Ablehnung eine vielleicht letzte Chance für den Gymnasialstandort ungenutzt verstreichen. Denn bei einer glaubhaften Kommunikation ins Fricktal und nach Aarau, dass unsere Stadt, sollte das Gymnasium nach Rheinfelden kommen, in die Jugend des Fricktals zu investieren bereit ist, könnte das Blatt vielleicht noch gewendet werden.
Selbstredend macht ein Jugend-Erfahrungszentrum weniger Sinn, wenn Rheinfelden definitiv nicht als Gymnasialstandort ausgewählt wird.

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