Ein Produkt der mobus 200px

(jfdp) Gestern haben sich National- und Ständerat darauf geeinigt, dass internationale Streamingdienste 4 Prozent des jährlichen Umsatzes in die Schweizer Filmindustrie investieren müssen. Die Jungfreisinnigen Aargau verurteilen diesen Entschluss als unliberal und schädigend.

«Dienste wie Netflix und Co. dazu zu verpflichten, Geld in unsere Filmbranche zu stecken, kommt einer Umwandlung der Streamingdienste in ein Staatsfernsehen light gleich. Wenn es eine grössere Nachfrage nach Schweizer Filmen und Serien gäbe, würde diese von alleine von den Diensten gedeckt werden; hier schreibt aber der Staat vor, dass Nutzer von Netflix, Disney+ etc. Schweizer Fernsehen zu konsumieren haben», äussert sich Anna Staub, Generalsekretärin der Jungfreisinnigen Aargau.
Neben den 4 Prozent in die Schweizer Filmindustrie sollen zudem 30 Prozent des Umsatzes in die europäische Filmindustrie investiert werden. Wieso der Schweizer Staat die Filmindustrie von anderen Ländern stärken will, ist unverständlich. «Europäische Integration ist zwar grundsätzlich wünschenswert», findet Martin Mennet, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau. «Allerdings kann es kaum sein, dass der Schweizerische Staat die Wirtschaft von Drittländern mittels staatlicher Gesetze regeln möchte - bevor etwa Subventionen und Zölle abgeschafft werden.» Aus der Sicht der Jungfreisinnigen schaffe ein solches Vorgehen damit grundlegende Fehlanreize und sei absolut unverständlich.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an